Wuss­ten Sie, dass Leucht­stoff­röh­ren im nächs­ten Jahr ein ernst­haf­tes Ver­si­che­rungs­ri­si­ko für Ihre Immo­bi­li­en wer­den können?

Die Euro­päi­sche Uni­on hat zum Zweck der Ein­spa­rung von Ener­gie und Treib­haus­emis­sio­nen die Öko­de­sign-Richt­li­nie ver­ab­schie­det. Bereits seit Sep­tem­ber 2021 dür­fen bekannt­lich Kom­pakt­leucht­stoff­lam­pen mit inte­grier­ten Vor­schalt­ge­rä­ten inner­halb der EU nicht mehr ver­kauft wer­den. Im Sprach­ge­brauch han­delt es sich um die soge­nann­ten „Ener­gie­spar­lam­pen“. Fach­tech­nisch han­delt es sich um die Leucht­mit­tel mit Sockel E14 oder E27. Eben­so gilt das für linea­re Halo­gen­lam­pen (Sockel R7s) und Nie­der­volt-Halo­gen­lam­pen (Sockel GU4, GU5.3).

Ab 1. Sep­tem­ber 2023 greift nun ein Ver­bot für linea­re T8-Leucht­stoff­lam­pen (z.B. 600 mm/18W, 1200 mm/38W, 1500 mm/58W). Dar­über hin­aus sind auch die meis­ten Typen der heu­te noch zuge­las­se­nen Halo­gen­lam­pen (z. B. Sockel G4, G9 und GY6,35) betrof­fen. Aus die­sem Grund wer­den somit zahl­rei­che wei­te­re Leucht­mit­tel ab Herbst nächs­ten Jah­res nicht mehr käuf­lich zu erwer­ben sein.

Es gibt nun drei Mög­lich­kei­ten, sich als Immo­bi­li­en­ei­gen­tü­mer auf das Leucht­stoff­röh­ren­ver­bot vorzubereiten:

Um die bis­he­ri­gen Leuch­ten eine Wei­le wei­ter nut­zen zu kön­nen, ist die Bevor­ra­tung mit den der­zeit noch käuf­li­chen Leucht­mit­teln eine Mög­lich­keit. Hier leis­tet man aller­dings kei­nen Bei­trag in Sachen Energieeinsparung.

Man könn­te das kom­men­de Ver­bot ande­rer­seits jetzt zum Anlass neh­men, nun sei­ne Beleuch­tung zukunfts­fä­hig umzu­rüs­ten und in neue LED-Tech­nik zu inves­tie­ren, also die alten Leuch­ten kom­plett auszutauschen.

Ein belieb­ter Kom­pro­miss als drit­te Mög­lich­keit, näm­lich nur die vor­han­de­nen Leucht­mit­tel gegen soge­nann­te LED-Retro­fit Leucht­mit­tel in den alten Leuch­ten zu erset­zen, kann jedoch gefähr­lich wer­den. Die Zuläs­sig­keit der Ver­wen­dung ist recht­lich teil­wei­se unklar. Ohne einen ent­spre­chen­den Kom­pa­ti­bi­li­täts­nach­weis des Her­stel­lers der alten Leuch­te erlischt in der Regel die Betriebs­er­laub­nis und somit auch der Gebäu­de­ver­si­che­rungs­schutz im Scha­den­fall. Bei alten Leuch­ten ist der Kom­pa­ti­bi­li­täts­nach­weis jedoch kaum zu erhalten.

Sie soll­ten also vor­be­rei­tet sein und früh­zei­tig ent­we­der die Zuläs­sig­keit der Ver­wen­dung von LED-Retro­fit in Ihren Leuch­ten sicher­stel­len oder alter­na­tiv eine Umrüs­tung der Beleuch­tung erwä­gen. Nur war­ten Sie nicht zu lan­ge. Kurz vor Sep­tem­ber 2023 kom­men alle auf die­sel­be Idee…